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Bronzener Armreif (um 550 v.Chr.) Kontakt   Öffnungszeiten    Impressum

Aktuelle Informationen des Stadtmuseums Saalfeld

Auf dieser Seite informieren wir Sie über Neuigkeiten und aktuelle Termine im Stadtmuseum Saalfeld. Wenn Sie Fragen, Vorschläge oder Wünsche haben benutzen Sie bitte unser Kontaktformular oder rufen uns an: 0 36 71-59 84 71.


Aktuelle Veranstaltungen und Informationen  

  

Doppelausstellung zum 100. Jahrestag der Novemberrevolution 1918:

 

 

Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924 bis 1933

Eine Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer e.V., wird nach den schweren politischen Unruhen des Jahres 1923 als parteiübergreifende Organisation zum Schutz der Weimarer Republik gegründet. Anders als der Wehrverband Stahlhelm oder der Rote Frontkämpferbund engagieren sich seine Mitglieder nicht gegen sondern für die noch junge deutsche Demokratie. Der Verband will eine demokratische und republikanische Staatsgesinnung in der Bevölkerung verankern. Erklärtes Ziel ist die Festigung der Republik und die Achtung der Verfassung. Schnell entwickelt sich das Reichsbanner zu einer Massenorganisation mit bis zu drei Millionen Mitgliedern.

Nach dem Wahlerfolg der Nationalsozialisten 1930 verstärkt das Reichsbanner seinen Einsatz gegen die nationalsozialistische Gewalt und schließt sich Ende 1931 mit Gewerkschaften, SPD und Arbeitersportorganisationen zur Eisernen Front zusammen. Doch mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 ist die Niederlage der Republikaner besiegelt. Das Reichsbanner wird verboten, seine Aktivisten werden verfolgt, inhaftiert und ins Exil getrieben.

Die Ausstellung dokumentiert mit ausdrucksstarken Fotos und Dokumenten den umfassenden Einsatz des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold für die demokratische Republik von Weimar. Sie macht deutlich, dass von einer „ Republik ohne Republikaner“ nicht gesprochen werden kann.

Zur Ausstellung ist ein Begleitkatalog erhältlich.

Laufzeit: 9. September bis 11. November 2018

SOWIE:

Zeitenwende im Herzogtum Sachsen-Meiningen
Personen und Ereignisse im Umfeld des Endes der Monarchie 1918

Eine Ausstellung der Meininger Museen

In Meiningen warf die Zeitenwende bereits 1914 ihre Schatten voraus: Ein großer Herzog starb hochbetagt. Einer, der sich nicht nur als Theaterherzog europaweit einen Namen gemacht, sondern auch sein Land zu einem liberalen Musterstaat umgebaut hatte. An dem Tag, als Georg II. auf dem Meininger Stadtfriedhof begraben wurde, fielen die Schüsse von Sarajevo, die gemeinhin als Auslöser des Ersten Weltkrieges gelten. Endlich gelangte der als der „ewige Kronprinz“ bekannte Bernhard III. von Sachsen-Meiningen an die Regentschaft, nur um sie wenige Wochen später pro forma an seine wegen ihrer Kapriolen nicht gerade beliebte Frau zu übergeben. Er selbst ging an die Front, um Truppen zu inspizieren. Auch mit dem erlassenen Befehl, das Hoftheater und die Hofkapelle aufzulösen, machte er sich keine Freunde und musste sich bald davon distanzieren.

Mit der Zeitenwende von 1918 ging eine jahrhundertealte Ordnung zu Ende. Das Herzogtum Sachsen-Meiningen hörte wie alle anderen deutschen Fürstenstaaten auf zu existieren. Im Gegensatz zu manch anderem Staat blieb es jedoch in Sachsen-Meiningen ruhig, da der hiesige Arbeiter- und Soldatenrat über keine weiterführenden landespolitischen Ambitionen verfügte.

Dem Architekten und Präsidenten des alten Landtages, Eduard Fritze, gelang es, die Phase eines gefährlichen Interregnums kurz zu halten: Er berief auf eigene Verantwortung zwei Tage nach der Abdankung Bernhards III. einen Landtag für den 12. November 1918 ein. Auf diesem trat das alte Kabinett unter dem Vorsitz von Karl Schaller zurück, nachmittags unterzeichnete auch der Thronfolger Prinz Ernst die Abdankung und in den Abendstunden wurde bereits die Übergangsregierung unter dem Vorsitz von Ludwig Freiherr von Türcke bestellt. Diese Regierung wurde auch nach den Wahlen von 1919 beibehalten und ging als Sachsen-Meininger Gebietsvertretung in der Regierung des neu gegründeten Thüringer Landes auf.

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung mit der Kuratorin Andrea Jakob (Meininger Museen): 16. September, 28. Oktober und 25. November (jeweils Sonntag, 11 Uhr).

Laufzeit: 9. September bis 9. Dezember 2018

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„Industriestadt Saalfeld“

Fabriken, Unternehmer, Arbeiter 1830-1945

Sonderausstellung
3. November 2018 bis 3. Februar 2019

 

 

Die Ausstellung dokumentiert anhand historischer Fotografien die Industrialisierung in Saalfeld von den Anfängen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
Bereits seit dem Mittelalter spielten Bergbau, Erdfarbengewinnung sowie Handwerk und Gewerbe eine große Rolle für die Wirtschaft der an wichtigen Fernverkehrsrouten gelegenen Stadt. Auf dieser Grundlage entstanden ab 1830 die ersten Fabriken vor Ort. Initialzündung des industriellen Aufschwungs wurde 1871 Saalfelds Anbindung an das Eisenbahnnetz. In den folgenden 50 Jahren entwickelte sich die Stadt zu einem industriellen Zentrum Thüringens mit breitem Branchenmix, dominiert von Maschinenbau, Optik und Schokoladenherstellung. Die Einwohnerzahl verdreifachte sich, Unternehmervillen und Arbeitersiedlungen entstanden. Die damals geprägten Strukturen prägen Saalfeld bis heute, obgleich ein Großteil der Fabrikanlagen 1945/46 zerstört bzw. demontiert wurde. Mit dieser Zäsur, die gleichsam eine zweite Industrialisierung der Stadt erforderlich machte, schließt die Sonderschau daher.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch im Erfurter Sutton-Verlag.

Die Ausstellungseröffnung mit Buchvorstellung findet am Samstag, dem 3. November 2018, um 10 Uhr im Museum statt.

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