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Bronzener Armreif (um 550 v.Chr.) Kontakt   Öffnungszeiten    Impressum

Aktuelle Informationen des Stadtmuseums Saalfeld

Auf dieser Seite informieren wir Sie über Neuigkeiten und aktuelle Termine im Stadtmuseum Saalfeld. Wenn Sie Fragen, Vorschläge oder Wünsche haben benutzen Sie bitte unser Kontaktformular oder rufen uns an: 0 36 71-59 84 71.


Aktuelle Veranstaltungen und Informationen  

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Prinzen und Prinzessinnen im Stadtmuseum

Ab sofort wieder zu sehen: die „Wettinergalerie“

 

Das Stadtmuseum Saalfeld öffnet ab sofort wieder seine sogenannte „Wettiner-Galerie“.
Im „Kleinen Saal“ werden insgesamt 16 Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts präsentiert, die Angehörige des Fürstenhauses der Wettiner sowie weitere Adelsporträts zeigen. Alle Bilder wurden in den letzten Jahren aufwendig restauriert und 2016 erstmals öffentlich vorgestellt. Museumsbesucher können nun Auge in Auge Saalfelder Herzögen, sächsischen Kurfürsten aus der Zeit Martin Luthers oder Hildburghäuser Prinzessinnen gegenüber treten.

Die „Wettiner-Galerie“ lädt im laufenden Jahr noch bis Ende November zur Besichtigung ein.

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„Leben nach Luther"

Eine Kulturgeschichte des evangelischen Pfarrhauses

Eine Wanderausstellung des Deutschen Historischen Museums, in Kooperation mit dem Kulturbüro der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Internationalen Martin Luther Stiftung, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

 

Ab 10. September 2017 zeigt das Stadtmuseum Saalfeld im Franziskanerkloster eine Wanderausstellung zur Kulturgeschichte des evangelischen Pfarrhauses. Sie wurde entwickelt vom Deutschen Historischen Museum (DHM) in Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Internationalen Martin Luther Stiftung und widmet sich einem bedeutenden Erinnerungsort deutscher und europäischer Geschichte:

„Das Bild des Pfarrhauses war lange geprägt von Stereotypen, Idealisierung und einer Hall of Fame bemerkenswerter Persönlichkeiten aus Kunst, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, die aus Pfarrfamilien stammten oder selbst den Talar trugen. Glaube, Bildung und Kultur machten den Kern des reformatorischen Programms aus. Das Pfarrhaus sollte dies alles seit den Anfängen in Wittenberg vorbildlich verkörpern – eine Erwartung, die Geistliche, Pfarrfrauen und ihre Kinder nicht selten auf eine harte Probe stellte. Heute befindet sich diese über die Jahrhunderte hinweg Identität stiftende Institution des Protestantismus im Umbau. In einer Zeit veränderter Rollenmodelle, Lebensformen und religiöser Praxis ist das „klassische“ Pfarrhaus nur noch eine von vielen Möglichkeiten, das geistliche Amt in den Gemeinden auszuüben.

Die Ausstellung folgt der Entwicklung des Pfarrhauses durch die Jahrhunderte und richtet den Blick auch ins europäische Ausland, etwa nach England, den Niederlanden, der Schweiz oder Skandinavien. Das Idealbild des Pfarrhauses als Ort des Friedens in einer Welt voller Streit galt bis weit in das 20. Jahrhundert. Dass politische und gesellschaftliche Umwälzungen jedoch mit der Geschichte und Gegenwart des evangelischen Pfarrhauses eng verknüpft sind, zeigt die Ausstellung mit Fotos, Film- u. Tondokumenten eindrücklich.

(Presseinfo DHM)

„Leben nach Luther. Eine Kulturgeschichte des evangelischen Pfarrhauses“ wird vom 10. September (Tag des offenen Denkmals) bis zum 5. November 2017 im Westkreuzgang des Stadtmuseums Saalfeld im Franziskanerkloster präsentiert. Zur Ausstellung sind thematische Begleithefte (auch für Kinder) erhältlich.

Verlängert bis 26. November 2017!

 

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Im Auftrag der "Volkswacht"

Der Saalfelder Pressefotograf Wilfried Klein 

Sonderausstellung
28. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018

 

Rund 250 Fotografien des Pressefotografen Wilfried Klein zeigt das Stadtmuseum Saalfeld in der Ausstellung „Im Auftrag der Volkswacht“. Die Präsentation gibt damit einen ersten Einblick in den Nachlass des Fotografen, der sich mit rund 17.000 Arbeiten vollständig in der Sammlung des Museums befindet.

Nachdem die Tageszeitung „Volkswacht“ als offizielles Presseorgan der SED-Bezirksleitung Gera 1990 ihr Erscheinen eingestellt hatte, wurde die Geschäftsstelle der Lokalredaktion Saalfeld in der Sonneberger Straße / Ecke Dürerstraße aufgelöst. Die neue Geschäftsstelle des parteiübergreifenden Nachfolgers „Ostthüringer Nachrichten“ (ab 1992 „Ostthüringer Zeitung“) befand sich nun in der Brudergasse. Die Trennung von der SED bedeutete für die Zeitung auch einen kompletten Neuanfang. Der Chefredakteur wurde neu gewählt, das Archiv beräumt, Dokumente und Materialien entsorgt. Auch das Bildarchiv sollte vernichtet werden. Jedoch gelang es Klaus Moritz, Pressefotograf seit 1986, die Negative zu retten. Dank seines Engagements blieb dieser zeitgeschichtlich wertvolle Sammlungsbestand erhalten. Das Museum begann 2010 mit der Sichtung des Materials. Es wurden über 17000 Negative digitalisiert, die nun in einer Auswahl erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert werden. Zu sehen sind ausschließlich Aufnahmen des Pressefotografen Wilfried Klein, der von 1966 bis 1984 für die Saalfelder Lokalredaktion tätig war. Er fuhr mit seiner Kamera kreuz und quer durch den Kreis Saalfeld, machte Reportagen in Betrieben und Kombinaten aus der Arbeitswelt, besuchte zahllose Sport- und Kulturveranstaltungen, dokumentierte politische Höhepunkte und machte Aufnahmen von Menschen und ihrem Alltag im „real existierenden Sozialismus“. Der Arbeit mit dem Bild wurde große propagandistische und agitatorische Bedeutung zugemessen. Vom Pressefotografen erwartete man einerseits Wahrhaftigkeit und andererseits Parteilichkeit; dies schloss sich jedoch von vornherein gegenseitig aus. So überwiegen in der Sammlung schablonenhafte, gestellte und inszenierte Bilder wie Gruppenfotos, glückliche Arbeiter mit Maschine, Protokollbilder von politischen Veranstaltungen oder Bilder Fähnchen schwenkender Menschen am 1. Mai. Dabei sind die Bilder, zumeist aus den Siebzigern, durchaus „schön“. Sie lassen an den Fortschritt glauben. Sie zeugen von großem handwerklichem Können, sind ästhetisch anspruchsvoll und professionell.

Diese Fotosammlung ist ein großartiges Zeitdokument. Ausstellung und Begleitband sollen den Fotografen Wilfried Klein würdigen. Sie zeigen Fotos vom Alltag, dem Arbeitsleben, der Freizeit, vom Stadtbild und den Menschen. Die Bilder vermitteln Heimatgeschichte, sind Chronik und zeitgeschichtliche Quelle, die jeder mit eigenen Erinnerungen verbinden kann.

Claudia Streitberger

Eröffnung am Samstag, dem 28. Oktober 2017, um 10 Uhr!

Zur Ausstellung ist ein Begleitkatalog(Saalfelder Museumsreihe Sonderband 10) erhältlich.