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16. Saalfelder Museumsnacht am 9. Juni 2018

18 bzw. 19 bis 23 Uhr

 

Das Stadtmuseum Saalfeld lädt zur traditionellen Museumsnacht. Die bunte Mischung aus Musik, geselligem Beisammensein, Vorträgen und Führungen hat sich über viele Jahre bewährt.

Programm:

18 Uhr: Eröffnung der Sonderausstellung "Raus aus dem Korsett! Frauenalltag von der Kaiserzeit bis 1945"

19 Uhr: Beginn der Museumsnacht und "Singen für Alle" mit den Bläsern der Musikschule Saalfeld und Jürgen Franke.

20-23 Uhr:

"Die speziellen Gäste" aus Leipzig laden zu Musik aus den 1920/30er Jahren ein.

"Das lebendige Museum": Alte Haushaltstechniken und traditionelle Frauenberufe zum Ausprobieren und Zuschauen!


Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Getränke und Speisen sind in reicher Auswahl erhältlich.

Eintritt: 10,00 €, Ermäßigt: 7,00 €

Auch in diesem Jahr gibt es das KOMBI-TICKET MUSEUMSNACHT.
Die Eintrittsbändchen für die Museumsnacht gelten am 9. Juni auch für die Veranstaltungen auf dem Saalfelder Marktplatz und umgekehrt. Die Dauerbändchen des Marktfestes gelten ebenso für die Museumsnacht!

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„Raus aus dem Korsett“

Saalfelder Frauenalltag von der Kaiserzeit bis 1945

Sonderausstellung
9. Juni bis 23. September 2018

 

 

Der Titel der neuen Sonderausstellung des Stadtmuseums nimmt Bezug auf das „Korsett“ als Symbol der Unfreiheit von Frauen. Auf einer Zeitreise durch etwa 80 Jahre Frauengeschichte erleben wir die weniger bekannte Seite Saalfelds, die wie fast überall von Männern geschrieben wurde. Und dennoch war auch hier für Frauen vieles möglich. Die Ausstellung zeigt Frauen im privaten und öffentlichen Raum, ihr Leben in der Stadt und den umliegenden Dörfern, ihre Wohnungen und Arbeitsplätze, Freizeit und Politik – oft in dem oft typischen Nebeneinander von Tradition und Moderne. Es werden interessante Fragen gestellt und beantwortet: Wussten Sie z.B., dass es ein Lehrerinnenzölibat gab, Frauen erst ab 1908 zum Studium zugelassen wurden, Frauen vor 1918 nicht wählen durften und lange Zeit nur mit Einwilligung des Ehemanns arbeiten konnten? Diesen Themen spürt die Sonderausstellung zum Frauenleben nach.

Im 19. Jahrhundert bestand das idyllische Idealbild der bürgerlichen Familie darin, dass die Frau als Gattin und Mutter die Familie umsorgt und ein gemütliches Heim schafft, während der Mann als Alleinverdiener fungiert. Die Frauen waren von der politischen Mitgestaltung ausgeschlossen und hatten nur in sozialen Bereichen Möglichkeiten zum Engagement. Doch ab 1860 formierten sich innerhalb der Arbeiterbewegung auch die Frauen: In Vereinen versuchten sie, die Bildungs- und Erwerbschancen für Mädchen und ledige Mütter zu verbessern und bildeten Initiativen gegen Prostitution, Wohnungsnot oder Alkoholismus. Ihr soziales Engagement mündete mit der Weimarer Republik in die kommunale Sozialarbeit, die heute selbstverständlich ist. Nach dem Ersten Weltkrieg änderte sich das Frauenbild im öffentlichen Raum: Angestellte, Arbeiterinnen, Akademikerinnen waren die ersten modernen Frauen. Doch berufstätig blieben sie meist nur bis zur Heirat. Der Nationalsozialismus bestärkte das durch die Ideologisierung der Mutterschaft.

Mit der Ausstellung und der dazu erschienenen Begleitpublikation soll die Grundlage zu weiteren Erforschungen der Frauengeschichte geleistet werden. Zugleich möchte das Stadtmuseum Saalfeld an das 100jährige Jubiläum des Frauenwahlrechts erinnern. Es bleibt zu wünschen, dass Ausstellung und Bildband ein möglichst breites, interessiertes und nicht nur weibliches Publikum findet.

Claudia Streitberger

Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erhältlich.