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„Der schöne Schein. Thüringer Notgeld von A(ltenburg) bis
Z(iegenrück)“

Sonderausstellung Stadtmuseum Saalfeld

6. April bis 19. Mai 2019

 

 

Mit „Notgeld“ wird ein aus einer Mangelsituation heraus entstandener Geldersatz bezeichnet. Eine solche Situation ist zum Beispiel gegeben, wenn gesetzliche Zahlungsmittel im täglichen Gebrauch nicht ausreichend vorhanden sind. In Deutschland spielte Notgeld (nicht zu verwechseln mit dem späteren „Inflationsgeld“) vor allem in den Jahren während und nach dem Ersten Weltkrieg eine bedeutende Rolle. Um den Krieg führen zu können, appellierte die Regierung an die Bürger, ihren privaten Besitz an Edelmetallen herauszugeben. Vor allem Gold- und Silberschmuck wurde so gegen billiges Eisen eingetauscht Als dann für die Rüstungsindustrie Kupfer und Nickel knapp wurden, dehnte man diese Sammlungen auch auf solche Materialien aus. Jetzt wanderten nicht nur Kirchenglocken in die Schmelzöfen, sondern ebenso kupferne Küchenutensilien, Fallrohre, Gartenzäune und vieles mehr. Der staatliche Metallhunger hatte erhebliche Folgen für den täglichen Zahlungsverkehr: Zunächst verschwanden die ohnehin seltenen Goldmünzen. Aber auch Silbermünzen wurden selten, denn viele Menschen horteten diese Stücke jetzt. Schließlich traf es auch das Klein- und Wechselgeld: Die aus Kupfer und Nickel hergestellten Pfennige wurden eingezogen und der Industrie zugeführt. Bereits ab Ende 1916 herrschte deshalb ein empfindlicher Kleingeldmangel im gesamten Deutschen Reich.

Und hier begann die große Zeit des Notgeldes. Der Staat duldete, dass Städte, Gemeinden, Kreise, Privatfirmen und andere ihren lokalen Bedarf an Kleingeld durch die Herstellung eigener, für den Umlauf bestimmter Papierscheine deckten. Ab 1917 schritten die Genannten so zur Selbsthilfe und ließen Notgeld drucken.

Nach Kriegsende, als sich die wirtschaftliche Situation vorübergehend stabilisierte, kam schließlich das Sammeln solcher Scheine sogar in Mode. Die Nachfrage stieg unaufhörlich und was zu Anfang nur ein Notbehelf sein sollte entwickelte sich jetzt immer mehr zum Geschäft. Die ausgebenden Städte und Gemeinden sahen hier eine Möglichkeit, ihre leeren Kassen aufzufüllen. Sie brachten immer weitere Notgeldscheine auf den Markt, ließen neue Motive und ganze Serien entwickeln. Auch Orte, die bislang noch kein eigenes Notgeld hergestellt hatten, schlossen sich nun an. Es entstand eine wahre Flut von Ausgaben nur für Sammler, die im Gegensatz zu den tatsächlich gebrauchten „Verkehrsausgaben“ als „Serienscheine“ bezeichnet werden.

Die Sonderausstellung „Der schöne Schein. Thüringer Notgeld von A(ltenburg) bis Z(iegenrück)“, die das Stadtmuseum Saalfeld vom 6. April bis zum 19. Mai 2019 zeigt, soll zum einen den umfangreichen Notgeldbestand des Stadtmuseums einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen. Zum anderen ist sie als Beitrag zum 100jährigen Jubiläum der Weimarer Republik gedacht, mit deren Entstehung 1919 inmitten von Niederlage, Revolution und Wirtschaftskrisen die Geschichte des Notgeldes untrennbar verbunden ist.

Die Ausstellung wird eröffnet am Samstag, dem 6. April 2019, um 10 Uhr.
Eine Begleitbroschüre ist dann erhältlich.

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Das Stadtmuseum Saalfeld bittet um Mithilfe!

 

 

Das Stadtmuseum Saalfeld bereitet eine Sonderausstellung mit Begleitbuch zum Thema „Zeitsprünge – Saalfeld einst und jetzt“ vor. Hier werden historischen Aufnahmen aus dem Bildarchiv des Stadtmuseums Saalfeld aktuelle Farbbilder eines professionellen Fotografen aus gleicher Perspektive gegenüber gestellt. 50 Bildpaare zeigen, wie sich die Stadt verändert hat. Kriegsfolgen, „sozialistischer Stadtumbau“ und rege Bautätigkeit nach der Wende führten dazu, dass sich das Antlitz der Stadt in den letzten 150 Jahren gleich mehrmals drastisch gewandelt hat. Weiterführende Informationen und zusätzliche Fotos erzählen „Hausgeschichten“. Parallel und ergänzend dazu werden „Fundstücke“ aus alten, oft schon nicht mehr existierenden Gebäuden, präsentiert. Das können z.B. schöne alte Fließen, verzierte Feierabendziegel, schmiedeeiserne Ausleger oder auf verschiedene Weise gestaltete Haussegen sein. Alte Stadtpläne verdeutlichen, wie die Stadt gewachsen ist. Historische Filmaufnahmen aus den 1920er und 1950er Jahren geben das Leben in der sich verändernden Stadt wieder.

Nicht immer haben wir zu einem interessanten Foto den Vorzustand. Oft fehlen auch Aufnahmen ganz. Deshalb freuen wir uns über Fotografien aus allen Zeiten Saalfelds. Besonders interessant sind für uns denkmalgeschützte Objekte vor und nach der Sanierung, so dass man vergleichen kann. Persönliche Andenken, Fundstücke, Erfahrungen und Geschichten zum Gebäude erwecken es zum Leben und geben Besuchern die Chance, diese Orte aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Auch das wird in die Ausstellung mit einfließen.

Schicken oder bringen Sie uns Ihre Fotos, Fund- oder Erinnerungsstücke und beginnen Sie mit uns ihre ganz persönliche Saalfelder Zeitreise! Sollten wir Ihr Foto verwenden, benennen wir Sie selbstverständlich als Urheber.

Da die Vorbereitung zur Ausstellung, die im Juni 2019 eröffnet wird, einen gewissen Vorlauf braucht, benötigen wir Ihre Zuarbeit für das Begleitbuch bis spätesten Ende Februar und für die Ausstellung bis Ende April 2019. Bitte senden Sie uns Ihre Medien digital, per Post oder persönlich an:

Stadtmuseum Saalfeld

Claudia Streitberger
Münzplatz 5
07318 Saalfeld

clstreitberger@stadt-saalfeld.de
Tel.: 03671 598462

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„Industriestadt Saalfeld“

Fabriken, Unternehmer, Arbeiter 1830-1945

Sonderausstellung
Verlängert bis 31. März 2019!

 

 

Die Ausstellung dokumentiert anhand historischer Fotografien die Industrialisierung in Saalfeld von den Anfängen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
Bereits seit dem Mittelalter spielten Bergbau, Erdfarbengewinnung sowie Handwerk und Gewerbe eine große Rolle für die Wirtschaft der an wichtigen Fernverkehrsrouten gelegenen Stadt. Auf dieser Grundlage entstanden ab 1830 die ersten Fabriken vor Ort. Initialzündung des industriellen Aufschwungs wurde 1871 Saalfelds Anbindung an das Eisenbahnnetz. In den folgenden 50 Jahren entwickelte sich die Stadt zu einem industriellen Zentrum Thüringens mit breitem Branchenmix, dominiert von Maschinenbau, Optik und Schokoladenherstellung. Die Einwohnerzahl verdreifachte sich, Unternehmervillen und Arbeitersiedlungen entstanden. Die damals geprägten Strukturen prägen Saalfeld bis heute, obgleich ein Großteil der Fabrikanlagen 1945/46 zerstört bzw. demontiert wurde. Mit dieser Zäsur, die gleichsam eine zweite Industrialisierung der Stadt erforderlich machte, schließt die Sonderschau daher.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch im Erfurter Sutton-Verlag.