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Doppelausstellung zum 100. Jahrestag der Novemberrevolution 1918:

 

 

Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924 bis 1933

Eine Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer e.V., wird nach den schweren politischen Unruhen des Jahres 1923 als parteiübergreifende Organisation zum Schutz der Weimarer Republik gegründet. Anders als der Wehrverband Stahlhelm oder der Rote Frontkämpferbund engagieren sich seine Mitglieder nicht gegen sondern für die noch junge deutsche Demokratie. Der Verband will eine demokratische und republikanische Staatsgesinnung in der Bevölkerung verankern. Erklärtes Ziel ist die Festigung der Republik und die Achtung der Verfassung. Schnell entwickelt sich das Reichsbanner zu einer Massenorganisation mit bis zu drei Millionen Mitgliedern.

Nach dem Wahlerfolg der Nationalsozialisten 1930 verstärkt das Reichsbanner seinen Einsatz gegen die nationalsozialistische Gewalt und schließt sich Ende 1931 mit Gewerkschaften, SPD und Arbeitersportorganisationen zur Eisernen Front zusammen. Doch mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 ist die Niederlage der Republikaner besiegelt. Das Reichsbanner wird verboten, seine Aktivisten werden verfolgt, inhaftiert und ins Exil getrieben.

Die Ausstellung dokumentiert mit ausdrucksstarken Fotos und Dokumenten den umfassenden Einsatz des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold für die demokratische Republik von Weimar. Sie macht deutlich, dass von einer „ Republik ohne Republikaner“ nicht gesprochen werden kann.

Zur Ausstellung ist ein Begleitkatalog erhältlich.

Laufzeit: 9. September bis 11. November 2018

SOWIE:

Zeitenwende im Herzogtum Sachsen-Meiningen
Personen und Ereignisse im Umfeld des Endes der Monarchie 1918

Eine Ausstellung der Meininger Museen

In Meiningen warf die Zeitenwende bereits 1914 ihre Schatten voraus: Ein großer Herzog starb hochbetagt. Einer, der sich nicht nur als Theaterherzog europaweit einen Namen gemacht, sondern auch sein Land zu einem liberalen Musterstaat umgebaut hatte. An dem Tag, als Georg II. auf dem Meininger Stadtfriedhof begraben wurde, fielen die Schüsse von Sarajevo, die gemeinhin als Auslöser des Ersten Weltkrieges gelten. Endlich gelangte der als der „ewige Kronprinz“ bekannte Bernhard III. von Sachsen-Meiningen an die Regentschaft, nur um sie wenige Wochen später pro forma an seine wegen ihrer Kapriolen nicht gerade beliebte Frau zu übergeben. Er selbst ging an die Front, um Truppen zu inspizieren. Auch mit dem erlassenen Befehl, das Hoftheater und die Hofkapelle aufzulösen, machte er sich keine Freunde und musste sich bald davon distanzieren.

Mit der Zeitenwende von 1918 ging eine jahrhundertealte Ordnung zu Ende. Das Herzogtum Sachsen-Meiningen hörte wie alle anderen deutschen Fürstenstaaten auf zu existieren. Im Gegensatz zu manch anderem Staat blieb es jedoch in Sachsen-Meiningen ruhig, da der hiesige Arbeiter- und Soldatenrat über keine weiterführenden landespolitischen Ambitionen verfügte.

Dem Architekten und Präsidenten des alten Landtages, Eduard Fritze, gelang es, die Phase eines gefährlichen Interregnums kurz zu halten: Er berief auf eigene Verantwortung zwei Tage nach der Abdankung Bernhards III. einen Landtag für den 12. November 1918 ein. Auf diesem trat das alte Kabinett unter dem Vorsitz von Karl Schaller zurück, nachmittags unterzeichnete auch der Thronfolger Prinz Ernst die Abdankung und in den Abendstunden wurde bereits die Übergangsregierung unter dem Vorsitz von Ludwig Freiherr von Türcke bestellt. Diese Regierung wurde auch nach den Wahlen von 1919 beibehalten und ging als Sachsen-Meininger Gebietsvertretung in der Regierung des neu gegründeten Thüringer Landes auf.

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung mit der Kuratorin Andrea Jakob (Meininger Museen): 16. September, 28. Oktober und 25. November (jeweils Sonntag, 11 Uhr).

Laufzeit: 9. September bis 9. Dezember 2018

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Maus-Türöffner-Tag
im
Stadtmuseum Saalfeld !

 

 Am 3. Oktober ist es wieder so weit. Zum siebten Mal ruft „Die Sendung mit der Maus“ (WDR) zum „Türöffner-Tag“ auf. Dabei öffnen in ganz Deutschland Einrichtungen, Unternehmen, Forschungslabore, Vereine und Werkstätten für Kinder und Familien ihre Türen, hinter denen lustige, spannende und interessante Dinge warten.

In diesem Jahr nimmt das Stadtmuseum Saalfeld im Franziskanerkloster zum ersten Mal am „Türöffner-Tag teil und öffnet neben seiner Dauerausstellung auch solche Türen, die sonst verschlossen sind.

In drei Führungen können große und kleine Maus-Fans das Museum entdecken und spannende Geschichten von und über die Objekte im Museum erfahren. Zudem werden die Räume unter dem Dach erkundet, wo sonst nur die Museumsmitarbeiter hin dürfen! Die einstündigen Führungen eignen sich für Kinder ab 6 Jahren und finden um 10:30, 13:00 und 15:00 Uhr statt. Die Teilnahme ist möglich nach Anmeldung unter info@museumimkloster.de erfolgen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Wer also wissen möchte, was eine Prinzenlocke mit Napoleon zu tun hat oder was eine metallene Haube über die Stadt zu erzählen hat, kommt am besten am Mittwoch, 3. Oktober 2018, ins Stadtmuseum Saalfeld.

Weitere Infos zum „Maus Türöffner-Tag“ und zum Museum gibt es auf der Facebook-Seite des Stadtmuseums Saalfeld sowie online unter „Die Sendung mit der Maus“.

 
Ansprechpartnerin:

Kristin Otto

Stadtmuseum Saalfeld im ehem. Franziskanerkloster

Münzplatz 5, 07318 Saalfeld/Saale

03671/589463

Kristin.Otto@stadt-saalfeld.de

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„Raus aus dem Korsett“

Saalfelder Frauenalltag von der Kaiserzeit bis 1945

Sonderausstellung
9. Juni bis 23. September 2018

 

 

Der Titel der neuen Sonderausstellung des Stadtmuseums nimmt Bezug auf das „Korsett“ als Symbol der Unfreiheit von Frauen. Auf einer Zeitreise durch etwa 80 Jahre Frauengeschichte erleben wir die weniger bekannte Seite Saalfelds, die wie fast überall von Männern geschrieben wurde. Und dennoch war auch hier für Frauen vieles möglich. Die Ausstellung zeigt Frauen im privaten und öffentlichen Raum, ihr Leben in der Stadt und den umliegenden Dörfern, ihre Wohnungen und Arbeitsplätze, Freizeit und Politik – oft in dem oft typischen Nebeneinander von Tradition und Moderne. Es werden interessante Fragen gestellt und beantwortet: Wussten Sie z.B., dass es ein Lehrerinnenzölibat gab, Frauen erst ab 1908 zum Studium zugelassen wurden, Frauen vor 1918 nicht wählen durften und lange Zeit nur mit Einwilligung des Ehemanns arbeiten konnten? Diesen Themen spürt die Sonderausstellung zum Frauenleben nach.

Im 19. Jahrhundert bestand das idyllische Idealbild der bürgerlichen Familie darin, dass die Frau als Gattin und Mutter die Familie umsorgt und ein gemütliches Heim schafft, während der Mann als Alleinverdiener fungiert. Die Frauen waren von der politischen Mitgestaltung ausgeschlossen und hatten nur in sozialen Bereichen Möglichkeiten zum Engagement. Doch ab 1860 formierten sich innerhalb der Arbeiterbewegung auch die Frauen: In Vereinen versuchten sie, die Bildungs- und Erwerbschancen für Mädchen und ledige Mütter zu verbessern und bildeten Initiativen gegen Prostitution, Wohnungsnot oder Alkoholismus. Ihr soziales Engagement mündete mit der Weimarer Republik in die kommunale Sozialarbeit, die heute selbstverständlich ist. Nach dem Ersten Weltkrieg änderte sich das Frauenbild im öffentlichen Raum: Angestellte, Arbeiterinnen, Akademikerinnen waren die ersten modernen Frauen. Doch berufstätig blieben sie meist nur bis zur Heirat. Der Nationalsozialismus bestärkte das durch die Ideologisierung der Mutterschaft.

Mit der Ausstellung und der dazu erschienenen Begleitpublikation soll die Grundlage zu weiteren Erforschungen der Frauengeschichte geleistet werden. Zugleich möchte das Stadtmuseum Saalfeld an das 100jährige Jubiläum des Frauenwahlrechts erinnern. Es bleibt zu wünschen, dass Ausstellung und Bildband ein möglichst breites, interessiertes und nicht nur weibliches Publikum findet.

Claudia Streitberger

Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erhältlich.